Der vergleich hinkt etwas, da man natürlich sich nicht zuhause einen halben Träger auf der Couch rein stellen will, sondern draussen (mit anderen) in einer spontanen Situation sich einen zwitschern kann. Sonst wäre es auch unsinn die letzten 20 Jahre Reis im Restaurant zu essen, wenn man sich doch auch zuhause nen 20 Kilo Sack hätte kaufen können.
Aber dein Punkt steht: Auswärts essen und trinken ist teuer. Aber da sind eben auch die anderen™. Mit anderen Menschen un-konsumierend herumzustehen ist günstiger, ist aber weniger gesellig. Das billigste ist es anscheinend mit Großgebinden aus der Metro zuhause mit ausgeschaltetem Licht sich einen rein zu orgeln. Aber das sollte doch keiner wollen der noch etwas im Leben vor hat.
Ich glaube das Argument müsste lauten: Weniger gedankenloses kaufen. Geselligkeit durch Schwätzigkeit oder Anweseneheit müsste reichen. Vielleicht hat jemand ein Kaugummi. Aber es bräuchte nicht ein Stück Kuchen, den Backwerk-Hotdog oder die Limo. Das konstante gemampfe und getrinke müsste nicht sein. Ich bin in der Lage mehrere Stunden ohne Nahrungsaufnahme (excl. Wasser) auszukommen. Es ist natürlich wundervoll die ganze zeit sich was ins maul zu stecken und kauen und schlucken und können, aber es ist auch das eigentlich unnötige was geld kostet und in vielen Fällen auch ungesund ist. Es geht garnicht darum statt einer 0.5L Cola auswärts, sich zuhause dafür 3 Liter kaufen zu können. Es geht eigentlich darum, dass selbst die 0.5L nicht hätten gewesen sein müssen. Man hat sich halt mal wieder gegönnt. Man sieht ganz viele Menschen draussen die sich stattdessen nicht gönnen. Teilweise warscheinlich sogar weil es sogar finanziell noch ärger ist. Sie schaffen es weil sie nicht können. Könnte ich es schaffen, alleine weil ich die selbstbeherschung wahre und nicht will?
Spart wo es völlerei ist. Spart nicht wo ihr geselligkeit geniessen wollt.
“Was radikaliserte dich in den 20er Jahren?”