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Cake day: March 18th, 2026

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  • Ich stimme dir da voll zu, dass das Geschmackssache ist, und wenn du in Bash dein Muskelgedächtnis hast, ist ja auch klar, dass du es dann bevorzugst. Ich kam halt nie dazu, mir die eigenwillige Syntax zu merken und selbst als ich an Linux gegen Geld gearbeitet habe, musste ich bei den alle paar Monaten, wo ich einmal was in Bash machen musste, immer wieder von vorne nachschauen, was jetzt $ und # und @ nochmal bedeutet. Ist natürlich keine Herausforderung, wenn man da einmal drin ist, aber ich hab deswegen auch immer den Verdacht, dass Bash Anfänger eher abschrecken würde, weil z.B. Python da ja doch auch intuitiv leserlicher ist.






  • Das große Problem ist halt, dass die allermeisten Leute denken, politische Ideologien kommen irgendwie in einer Sammelbox und ordnen dann eine partikulare Ansicht einem ganzen Spektrum zu. Da hat man dann diese politischen Kommentare, die schon im Antlitz ungesagt klingen, weil andere das ja auch gesagt haben. Der Bürokratieabbau beispielsweise: Es ist ja gar nicht so eine falsche Meinung, zu sagen, dass Bürokratie vielleicht irgendwie auch effizienter sein könnte. Aber dann hast du halt Musk und Co. die das auch sagen und das dann mit rechter Kettensägen-Ästhetik verbinden. Ist der moderne Journalismus in der heutigen Zeit irgendwie kritikwürdig? Ich denke, auf alle Fälle. Aber dann schreie ich ja Lügenpresse.

    Ich fand immer, spätestens als wir in der Coronazeit auf diesen Berlindemos gesehen haben, wie LGBT-Flaggen direkt neben Reichskriegs-Flaggen marschiert haben, müssen wir endlich mal etwas präziser über politische Einstellungen nachdenken. Ich würde niemals die AfD verteidigen und mein eigener Lebensstil gilt auch eher als “alternativ”, ich bin fast schon Borderline-Systemaussteiger; es ist aber meiner Meinung ziemlich ersichtlich, dass wir uns immer mehr aufgrund einzelner Aussagen gegenseitig bekriegen, während die Gewinner dieser politischen Rosenkriege ganz woanders stehen.

    Wie auch schon andere geschrieben habe, sich lokal in der Politik engagieren kann ein Schritt sein. Dabei auf Probleme eingehen, die in der eigenen Community liegen. Anderen Leuten zuhören – und dabei auch situiertes Wissen berücksichtigen; und zwar für alle. Das ist nicht einfach, aber wir müssen wieder lernen, zu verstehen, woher bestimmte Perspektiven herkommen.








  • Mein zuletzt gelesenes Buch war von dem Autoren Neil Postman über die Pädagogik mit dem Titel Learning as a Subversive Activity. Es ist im großen ziemlich radikal und teilweise vielleicht auch ein wenig polemisch, aber nach der Lektüre triggern mich solche Schlagzeilen nur noch umso mehr. Im Grunde verurteilt er in dem Buch jegliches Lernen, welches von Lehrkäften aufgezwungen wird und bezeichnet dies größtenteils als komplett ineffektiv. Menschen lernen das, was sie in ihrer Umgebung in irgendeiner Weise brauchen und so sollte auch das ganze Schulsystem aufgebaut sein. Analoge Uhren zu lernen ohne den Kindern einen Grund zu geben, wieso sie das überhaupt brauchen (Postman bezeichnet das auch direkt als “survival skills”), ist einfach nur Zeitverschwendung. Man kann entweder eine Lebens-Umgebung schaffen, in der das Analoge-Uhren-lesen Sinn ergibt oder man lässt es und bringt den Kindern die Uhren bei, die sie auch im Alttag am meisten begegnen.

    Wenn solche Uhren in der Realität verschwinden, dann ist das halt so. Und wenn sie irgendwann doch wiederkommen, werden Menschen sich die Fähigkeit, sie zu lesen, auch wieder aneignen. Ist ja auch nicht so, dass man das mit 14 gelernt haben muss und ansonsten kriegt das Gehirn das nicht mehr hin.